Feiner Staub
lag auf dem Gefühl.
Ein schiefes Bild,
ohne Aussicht
auf eine Hand,
die es zurechtrückt.
Feiner Staub
liegt auf dem Gefühl.
Idylle wie Gift.
Im Windschatten
der gefrorenen Zeit.
Licht siedelt
unter Glas.
So liege doch nur
auf dem Gefühl, feiner Staub!
Eine Träne,
in Bernstein eingeschlossen.
Ein schiefes Bild,
hoffnungslos,
von allen Kritikern verlassen.
Insektoide Gefühle.
Verstaubte Bilder.
O Gefühl,
sei meine lichte, kalte, schiefe Ruhestatt,
gestatte mir,
mich auf dich zu legen
wie feiner Staub.
Samstag, 13. Juni 2009
Dienstag, 16. Dezember 2008
Zelluloid
Heiße Ware.
Doch für den sanften Killer
nicht Thrill genug.
Scharfe Schüsse,
dann fällt die Klappe.
Kettensäge ist erst ab 16.
Den echten Mord beim Sex
gibt's nur unter der
Ladentheke.
Etwas teurer, aber
man gönnt sich ja sonst nichts.
Die Proleten vorm Schirm
werden abgespeist
mit Kriegsfilmen und
Jodeln in der Lederhose.
Wer was auf sich hält,
wird selbst aktiv.
Ego-Shooter, meine Güte!
Ist doch geil,
doch irgend wann
reicht das nicht mehr.
Du willst Blut seh'n.
Hast du noch Geld fürs Stadion?
Oder für 'ne braune Kutte?
Stürz dich rein in das Vergnügen.
Tu was für dein Vaterland.
Nazi-Rock im Stammhirn dröhnt.
Vom Fernseh'n ausgelaugte Seelen
hocken schlaff in Ledersesseln,
löschen kalte Glut mit Bier.
Hoffen auf Konsumgutscheine.
All das muss man nicht beweisen:
Es zeigt sich.
Doch für den sanften Killer
nicht Thrill genug.
Scharfe Schüsse,
dann fällt die Klappe.
Kettensäge ist erst ab 16.
Den echten Mord beim Sex
gibt's nur unter der
Ladentheke.
Etwas teurer, aber
man gönnt sich ja sonst nichts.
Die Proleten vorm Schirm
werden abgespeist
mit Kriegsfilmen und
Jodeln in der Lederhose.
Wer was auf sich hält,
wird selbst aktiv.
Ego-Shooter, meine Güte!
Ist doch geil,
doch irgend wann
reicht das nicht mehr.
Du willst Blut seh'n.
Hast du noch Geld fürs Stadion?
Oder für 'ne braune Kutte?
Stürz dich rein in das Vergnügen.
Tu was für dein Vaterland.
Nazi-Rock im Stammhirn dröhnt.
Vom Fernseh'n ausgelaugte Seelen
hocken schlaff in Ledersesseln,
löschen kalte Glut mit Bier.
Hoffen auf Konsumgutscheine.
All das muss man nicht beweisen:
Es zeigt sich.
Donnerstag, 2. Oktober 2008
Bittgebet der Reichen
Dumpfbacken vertrauen Dumpfbacken
Dumpfbacken wählen Dumpfbacken
Sind Dumpfbacken die Mehrheit
stellen Dumpfbacken die Regierung.
Die nicht zur Wahl stehen
die Superreichen die Supermächtigen
denen alles gehört die alles bestimmen
die sind keine Dumpfbacken
sie genießen ihr Leben
sie sind smart sie haben Kultur
sie heben ihre Hände gen Himmel
mit offenen Handflächen
sie flehen zum Herrn:
"Lass es Dumpfbacken regnen!
So beten jene die keine Dumpfbacken sind.
Dumpfbacken wählen Dumpfbacken
Sind Dumpfbacken die Mehrheit
stellen Dumpfbacken die Regierung.
Die nicht zur Wahl stehen
die Superreichen die Supermächtigen
denen alles gehört die alles bestimmen
die sind keine Dumpfbacken
sie genießen ihr Leben
sie sind smart sie haben Kultur
sie heben ihre Hände gen Himmel
mit offenen Handflächen
sie flehen zum Herrn:
"Lass es Dumpfbacken regnen!
So beten jene die keine Dumpfbacken sind.
Labels:
Fußpilz,
Gott,
Intelligenz,
Schleier der Maja
Samstag, 13. September 2008
Multiple Persönlichkeiten
Multiple Persönlichkeiten
entstehen nicht spontan.
Multiple Persönlichkeiten
werden erzogen.
Sie werden erzogen in
einer Mischung aus
Schauspielschule,
Kadettenanstalt
und Folterkammer.
In der Schauspielschule
werden sie ausgebildet,
Charaktere zu verkörpern
auf der Bühne des Lebens.
In der Kadettenanstalt
werden sie gedrillt,
Geheimnisse geheim zu halten,
auch vor sich selbst.
In der Folterkammer
lernen multiple Persönlichkeiten
sich selbst zu versklaven
und ihre Seele zu töten.
entstehen nicht spontan.
Multiple Persönlichkeiten
werden erzogen.
Sie werden erzogen in
einer Mischung aus
Schauspielschule,
Kadettenanstalt
und Folterkammer.
In der Schauspielschule
werden sie ausgebildet,
Charaktere zu verkörpern
auf der Bühne des Lebens.
In der Kadettenanstalt
werden sie gedrillt,
Geheimnisse geheim zu halten,
auch vor sich selbst.
In der Folterkammer
lernen multiple Persönlichkeiten
sich selbst zu versklaven
und ihre Seele zu töten.
Labels:
Bewusstseinskontrolle,
Folter,
Gehirnwäsche,
Schleier der Maya,
Wolken
Samstag, 30. August 2008
Wer ewig strebend sich bemüht
Es war einmal ein Mann,
der wollte stets beachtet werden.
Ja, er war süchtig nach Beachtung.
Fand er diese nicht,
so tröstete er sich mit Essen.
Dicker und immer dicker wurde er,
so maßlos war sein Hunger auf Beachtung.
Und eines Tages
wurden lobende Worte über ihn ausgegossen.
Ein warmer Schwall von Schmeicheleien,
von vorteilhaftesten Übertreibungen
umfloss seinen Leib wie köstlich duftende Essenzen.
Allein: Er konnte diese Worte nicht mehr hören.
Es war seine Grabrede.
Ein Infarkt hatte ihn dahingerafft.
Moral: Manchmal geht nicht die Liebe,
sondern der Tod durch den Magen.
der wollte stets beachtet werden.
Ja, er war süchtig nach Beachtung.
Fand er diese nicht,
so tröstete er sich mit Essen.
Dicker und immer dicker wurde er,
so maßlos war sein Hunger auf Beachtung.
Und eines Tages
wurden lobende Worte über ihn ausgegossen.
Ein warmer Schwall von Schmeicheleien,
von vorteilhaftesten Übertreibungen
umfloss seinen Leib wie köstlich duftende Essenzen.
Allein: Er konnte diese Worte nicht mehr hören.
Es war seine Grabrede.
Ein Infarkt hatte ihn dahingerafft.
Moral: Manchmal geht nicht die Liebe,
sondern der Tod durch den Magen.
Labels:
Abnehmen,
Blues,
Ernährung,
Schleier der Maya,
Sehnsucht,
Wind,
Wolken,
Übergewicht
Samstag, 23. August 2008
Selbsterkenntnis
Ich bin nicht arbeitssüchtig.
Dazu fehlt mir vollends die Zeit.
Ich bin nicht eitel.
Das steht mir nicht.
Ich bin nicht selbstverliebt.
Das habe ich doch nicht nötig.
Ich bin nicht narzisstisch.
Warum auch. Bei all der Bewunderung.
Ich bin nicht besonders klug.
Man muss sich nur zu helfen wissen.
Ich bin kein guter Lyriker.
Da lass ich mich auch durch das überschwängliche Lob nicht täuschen.
Ich stelle immer mein Licht unter den Scheffel.
Und dennoch erstrahlt alles in hellem Glanze.
Seltsam. Was ich nur falsch mache?
Dazu fehlt mir vollends die Zeit.
Ich bin nicht eitel.
Das steht mir nicht.
Ich bin nicht selbstverliebt.
Das habe ich doch nicht nötig.
Ich bin nicht narzisstisch.
Warum auch. Bei all der Bewunderung.
Ich bin nicht besonders klug.
Man muss sich nur zu helfen wissen.
Ich bin kein guter Lyriker.
Da lass ich mich auch durch das überschwängliche Lob nicht täuschen.
Ich stelle immer mein Licht unter den Scheffel.
Und dennoch erstrahlt alles in hellem Glanze.
Seltsam. Was ich nur falsch mache?
Donnerstag, 7. August 2008
Arznei für Zwei
Wie gern göß' ich den Napf voll Sehnsucht in dein Herz,
um bang zu schauen, wie du dich verzehrst
nach süßer Lust im Erinnerungsschmerz.
Wie gern säh' ich den Blick sich wenden himmelwärts.
Des Windes Sklaven ziehen dort, als wär'n sie frei.
Du liebst sie so, denn ihre Form ist einerlei.
Mein Napf voll Sehnsucht wiegt so schwer wie Blei,
Komm, mach mich leicht und koste von dieser Arznei.
um bang zu schauen, wie du dich verzehrst
nach süßer Lust im Erinnerungsschmerz.
Wie gern säh' ich den Blick sich wenden himmelwärts.
Des Windes Sklaven ziehen dort, als wär'n sie frei.
Du liebst sie so, denn ihre Form ist einerlei.
Mein Napf voll Sehnsucht wiegt so schwer wie Blei,
Komm, mach mich leicht und koste von dieser Arznei.
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